Buchautorin Becker Elke


12. September 2011Kategorie Interview

Becker Elke im Interview

Buchautorin Becker Elke

Unter dem Namen Elke Becker veröffentlicht sie Mallorca-Krimis. Inspiriert durch das Leben auf Mallorca entstand „Das Mallorca Kartell“

Buchideen :: Woher bekommen Sie die Ideen für Ihre Romane und Geschichten?

Die Ideen springen mich förmlich an. Das kann ein Wort sein, ein Zeitungsartikel oder einfach nur Begebenheit im Alltag. Der erste Gedanke setzt sich fest, wird im Kopf weitergesponnen und dann beginne ich zu Plotten und die Charaktere zu entwerfen.

Zeitbedarf :: Wie lange brauchen Sie für die Herstellung eines eigenen Buches?

Das kommt darauf an. Ich würde sagen zwischen 6 und 12 Monate. Erst kommt die Recherche, dann das eigentliche Schreiben, gefolgt vom Umschreiben. Im Anschluss lasse ich alles noch ein paar Wochen liegen, um wieder etwas Abstand zu gewinnen. Wenn es dann nochmals überarbeitet ist, folgt das Lektorat, welches durch mehrere Hände geht. Das dauert alles seine Zeit.

Motivation :: Wieso schreiben und publizieren Sie Bücher oder eBooks?

Weil ich nicht anders kann. Wenn ich einige Tage beruflich zu sehr eingespannt bin und nicht schreiben kann, dann schlägt sich das auf meine Laune nieder. Die Geschichten lassen mich einfach nicht los.

Recherche :: Welche Medien durchforsten Sie vor dem Bücher schreiben?

Alle verfügbaren Medien. Presse, Fachbücher zum Thema und Internet. Reisen zu den Orten, wenn ich nicht schon dortgewesen bin, gehören ebenfalls dazu.

Arbeitsumgebung :: Wie gemütlich ist Ihr Schreibtisch eingerichtet?

Mein Schreibtisch ist mein persönliches Chaos, welches nur ich überblicke. Zettel, Lebensläufe, Plotpunkte. Alles liegt kreuz und quer herum, hängt an den Wänden oder Regalen. Es sieht schon sehr „gemütlich“ aus.

Tagesablauf :: Wie sieht der Arbeitsalltag eines Schriftstellers aus?

Ich habe 3 feste Schreibtage. An denen stehe ich auf, als würde ich ins Büro gehen. Während meiner ersten Tasse Kaffee checke zum Munterwerden meine Emails, beantworte sie und dann überarbeite ich die letzten Seiten, um wieder in die Geschichte einzutauchen. Ich gehe weder ans Telefon, noch an die Haustür sollte es klingeln. Ich bin einfach nicht da. Dann wird geschrieben, bis ich 6 Seiten geschrieben habe. Wenn es gut läuft, werden es mehr und wenn es gerade eine anstrengende Szene ist, dann kann es auch ein bisschen weniger. Ich achte aber immer darauf an einer Stelle aufzuhören, die mir den Einstieg am nächsten Tag leicht macht. Meist schreibe ich in Stichpunkten die nächste Szene, um die Gedanken festzuhalten, was als nächstes passieren soll.

Selfpublishing :: Warum verkaufen Sie Bücher lieber als Selbstverlag?

Lieber im Selbstverlag ist vielleicht nicht ganz richtig. Die Vorzüge eines Verlags sind nicht von der Hand zu weisen.
Was mich dazu verleitet hat dieses Mal einen anderen Weg zu gehen, war meine Fantasy-Geschichte, der ich gerade auf dem englischsprachigen Markt sehr gute Chancen einräumte. Ich wollte also direkt auch auf diesen Markt und das relativ schnell. Der Weg von der Einsendung der Manuskripte an Agenturen oder Verlage bis zum lieferbaren Buch ist lang. Es vergehen 1-2 Jahre, und so lange wollte ich nicht warten.

Nachdem der erste Teil der Fantasy-Reihe fertig war, suchte ich mir eine gute Übersetzerin, die sich an die Arbeit machte. In der Zwischenzeit brachte ich den Roman als ebook bei amazon auf den Markt. Nach vier Monaten Arbeit war die Übersetzung fertig und der Roman ist nun seit Ende August auf Englisch bei amazon erhältlich. Ob es die englischsprachigen Leser interessiert, wird sich zeigen. Die Chancen anzukommen sind genauso hoch, wie in der Masse unterzugehen. Für mich war es die richtige Entscheidung. In Deutschland verkauft sich der Fantasy-Roman sehr gut, das Feedback der Leser stimmt mich optimistisch und mit dem Weg die Reihe im Selbstverlag herauszubringen, bin ich bisher sehr glücklich.

Marketing :: Wie machen Sie auf Ihre Werke im Web aufmerksam?

Überall, wo ich so unterwegs bin. Sicherlich ist eine eigene Homepage wichtig, aber ebenso wichtig sind die sozialen Medienkontakte, wie Facebook, Xing und natürlich die Schreibforen, wo man schon vorher aktiv war. Je nach Thema kann man sich noch interessante Gruppen suchen und dort seine Arbeit vorstellen. Allerdings sollte man dies mit Bedacht machen und nicht in ein neues Forum stürmen, seine Werbung reinklatschen und nicht mal die Höflichkeit besitzen sich ordentlich vorzustellen und sich vorher auch entsprechend auf der Plattform umzusehen.

Genre :: Wo liegen Ihre Vorlieben als Buchautor bzw. als Leser?

Direkte Vorlieben habe ich nicht. Eine gute Geschichte ist das, was mich begeistert. Ob als Leser oder als Autor. Wobei ich sagen muss, ich lese sehr gerne historische Romane, doch einen zu schreiben würde ich nicht wagen.

Tipps :: Welche Ratschläge geben Sie jungen Autoren mit auf den Weg?

Lesen, lesen, lesen und natürlich schreiben. Konstantes arbeiten am Text und das regelmäßig ist wichtig. Spaß an der Arbeit zu haben und nicht aufgeben. Der Weg zu einem guten Ergebnis ist Arbeit, aber auch viel Spaß. Auch wenn es nun durch die ebooks leichter geht zu veröffentlichen, sollte man sich vor Augen halten, dass man nicht die Qualität vernachlässigen darf. Lektorat und Korrektorat sind wichtige Punkte. Wenn ein Text vor Tippfehler wimmelt, wird der Leser kein zweites ebook des Autors kaufen. Man sollte seine Arbeit abliefern, wie eine Bewerbung zu einem Traumjob. Denn genau das ist es … man bewirbt sich um die Gunst des Lesers.

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Eine Reaktion zu “Buchautorin Becker Elke”

  1. Guenteram 11. Oktober 2011 um 13:21 Uhr

    Ich bin gerade eben zufaellig auf die Seite gekommen. Gefaellt mir ziemlich gut.

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