Wilhelm Ruprecht Frieling im Interview

Buchautor Frieling Ruprecht Wilhelm

Buchideen :: Woher bekommen Sie Ihre Buchideen?

Die Ideen für meine Sachbücher stammen meistens aus Fragen, die mir in Foren oder auf Vorträgen gestellt werden. Ideen für Kolumnen schöpfe ich aus dem Wahnsinn des täglichen Alltags. 😉

Zeitbedarf :: Wie lange dauert es bei Ihnen von der Idee bis zum fertigen Buch?

Das hängt vom Genre ab.

Für mein Buch „Über die Kunst des Schreibens“ habe ich seinerzeit ca. 1.000 Arbeitsstunden benötigt (mit Zeiterfassung gearbeitet). An meiner Autobiographie „Der Bücherprinz“, die während einer Chemotherapie entstand, saß ich insgesamt zwei Jahre.

Andere Bücher wiederum entstehen schneller. „Wie veröffentliche ich ein Buch auf amazon.de Oder: Kindle für Autoren“ hat mich konzentrierte vier Wochen gekostet.

Motivation :: Versuchen Sie mit Ihren Büchern Geld zu verdienen?

Na klar doch. Ich lebe seit vierzig Jahren von der Arbeit im Steinbruch der Worte.

Recherche :: Was war Ihre lustigste Recherche und warum?

Meine lustigste Recherche erlebte ich mit dem Erfinder des Gonzo-Journalismus, Hunter S. Thompson.

Arbeitsumgebung :: Welche Tools und Programme nutzen Sie?

Ich arbeite seit dreißig Jahren am Mac, derzeit am MacBook, und ich bevorzuge immer noch Word. Zur Zeiterfassung nehme ich ActionMachine, als Notizbuch Evernote.

Tagesablauf :: Wie sieht Ihr typischer Schreiballtag aus?

Genau so, wie man sich den Arbeitsalltags eines Workaholic vorstellt: ich starte um 09.00 Uhr nach einem Frühstück und habe exakt eingeteilte Zeitpakete für Korrespondenz, social communities, Kundengespräche, journalistische Aufträge usw.

Am Abend besuche ich eine Konzert, Theateraufführung, Lesung etc. und verbinde dies gern mit einem anschließenden Künstlergespräch oder -interview.

Danach wird die inzwischen angefallene Korrespondenz erledigt. Feierabend ist selten vor 02.00 Uhr. Sechs Stunden Schlaf müssen reichen.

Selfpublishing :: Warum vermarkten Sie Ihr Buch im Eigenverlag?

Ich setze mich seit vierzig Jahren als eine Art Robin Hood der Buchwelt für die Möglichkeit von Autoren ein, unabhängig von der Macht etablierter Verlage veröffentlichen zu können. Dazu habe ich verschiedene Geschäftsmodelle entwickelt und erfolgreich umgesetzt.

Mit der Einführung des Kindle-Stores in Deutschland am 21. April 2011 gibt es endlich die Möglichkeit für jeden Autor, selbst bestimmt und kostenfrei seine Bücher zu veröffentlichen. Ich wäre ein alter Narr, wenn ich dies nicht nutzte.

Marketing :: Nutzen Sie die Social Media Seiten und wenn ja, welche?

Alles ist abhängig vom Marketing. Das kann bei E-Books nur bedeuten, in Social Communities aktiv zu sein. Bei Twitter betreibe ich aktuell fünf Accounts, darunter meinen persönlichen @Prinz_Rupi mit aktuell 11.300 Followern. In der Blogosphäre bin ich mit fünf Blogs unterwegs, darunter einem Autoren-Blog mit rund 1.400 Teilnehmern. Facebook gehört zu den selbstverständlichen Tools, hier verantworte ich auch einige Gruppen und Fanpages wie „Kindle für Autoren“, auf der jeder seine E-Books vorstellen kann. XING verwende ich ebenso wie Google+ … und dann kommen noch unzählige Plattformen hinzu.

Internet-Präsenz Ruprecht Frieling aka Prinz Rupi (Auswahl): Facebook-Fanseite, Google+, Qype, YouTube, Wikipedia, Suite101 und Bücher bei Amazon.

Genre :: In welchen Genres veröffentlichen Sie Bücher bzw E-Books?

Ich komme vom Journalismus und bin auf Ratgeber spezialisiert. Daneben biete ich Reiseberichte, historische Miniaturen, Kolumnen, Grotesken und Satiren als E-Books an.

Tipps :: Wie vereinbart sich Ihre Autorentätigkeit mit der Familie?

Karl May ließ sich seinerzeit scheiden, weil seine Frau seine Bücher nicht las. Er heiratete dann das Maschinenfräulein, das seine Manuskripte abtippte.

Ein Autor ist stets ein Narziss und stellt hohe Anforderungen an seine(n) Partner. Mehr mag ich zu dem Thema nicht sagen.

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5 Reaktionen zu “Buchautor Frieling Ruprecht Wilhelm”

  1. Frieling Wilhelm Ruprechtam 11. Oktober 2011 um 16:57 Uhr

    Das ist ja eine prächtige Begrüßung neuer Mitglieder der ***-Gruppe, die hierher eingeladen wurden und dankend angenommen haben. Ich bedauere sehr, dass *** ein derart großes Problem mit mir zu haben scheint, dass er es für nötig erachtet, mich erneut öffentlich zu attackieren.

    Es ist schlicht unwahr, wenn hier behauptet wird, ich habe mit dem mir bis dato vollkommen unbekannten *** im KDP-Forum „keine gemeiname Seite starten wollen“. Ein derartiges „Angebot“ besteht nicht, wie jeder, der lesen kann, selbst überprüfen mag. Wahr hingegen ist, dass *** seine bissige und überzogene Polemik dort selbst wieder löschte.

    Den Frieling-Verlag habe ich 1983 gegründet und im Jahre 2002 – also vor knapp zehn Jahren – abgegeben. Die Leistungen des Unternehmens polarisieren. Ich zitiere Henryk M. Broder, der im SPIEGEL über mein damaliges Wirken schrieb: Es ist das schrägste, originellste und individuellste Verlagsprogramm weit und breit. Und kein anderer Verleger hat so viele Autoren glücklich gemacht. Nun, es gibt andere Auffassungen wie wir bei *** lesen, und das ist auch gut so.

    Wie ich zum Thema Zuschussverlage stehe, kann jeder überprüfen. Ob in Sandra Uschritns Handbuch für Autorinnen und Autoren, in der Federwelt, in meiner Autobiographie Der Bücherprinz oder im E-Book Autor sucht Verleger -– Die digitale Alternative habe ich stets äusserst kritisch die Schwachstellen beleuchtet und aus eigenem Erleben begründet. Wer guten Willens ist und lesen kann, wird dort fündig.

    Also, ***, wisch endlich den Schaum vom Mund oder sag mir, was Dich wirklich stört. Missgönnst Du mir, mit meinem Ratgeber Wie veröffentliche ich ein Buch auf amazon.de oder Kindle für Autoren seit mehr als 100 Tagen auf der Top-100-Bestseller-Liste zu stehen? Ich gönne Deinen Büchern ähnlichen Erfolg, und ich stehe hier gern zur Verfügung, um mit Rat und Tat zu helfen. Für Neid, Missgunst und billige Polemik habe ich indes kein Verständnis. Vielleicht bin ich dafür einfach zu lange in der Branche aktiv.

  2. Nurelam 12. Oktober 2011 um 07:46 Uhr

    Ein sehr interessanter Einblick in das Schriftstellerleben von Herrn Frieling. Die Ideen und Anregungen halte ich für äußerst hilfreich!

    Dankeschön Herr Frieling!;)

  3. Saskia Pasionam 12. Oktober 2011 um 12:58 Uhr

    Robin Hood im Zuschußverlag?! Finde ich kraß!

  4. Frieling Wilhelm Ruprechtam 12. Oktober 2011 um 15:24 Uhr

    Erwache und lache!

    Großinquisitor *** schlägt Schaum und stellt sich als Einzelrichter auf.

    Autoren sollten unabhängig von Hautfarbe, Genre und weltanschaulicher Grundstimmung zueinander finden, „denn eigentlich wollen wir ja alle dasselbe: nämlich Leser für unsere Bücher finden“ (Zitat ***). Ich zweifele nun sehr daran, dass die unappetitliche Form der „peinlichen Befragung“ im Stil ewig gestriger Hexenbrenner dazu beiträgt, Leser zu motivieren, sich für die Werke von Autoren zu interessieren.

  5. adminam 13. Oktober 2011 um 06:19 Uhr

    Ich erachte die gesamte Diskussion hier als unwichtig. Dies tut nichts zur Sache. Hier geht es um Autoreninterviews, mit denen sich der Autor vorstellt. Eine Diskussion über Sinn und Unsinn von Verlagen und Kundengewinnung ist nicht erwünscht.

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